BEURTEILUNG VON BAUMÄNGEL

Rohbau Hauspect

Bei jedem Hausbau ist mit dem Auftreten von Mängeln zu rechnen

Treffen Sie eine möglichst klare und detaillierte Vereinbarung darüber, welche Leistungen erbracht werden sollen. Vor der Abnahme jeder Teilleistung (und vor jeder Teilzahlung) sollte genau geprüft werden, ob die Arbeiten den Vereinbarungen entsprechen und frei von sichtbaren Mängeln sind. Solange Mängel bestehen, muss das Haus nicht übernommen werden. Bei der endgültigen Übernahme ist es ratsam, gemeinsam mit dem Bauunternehmen, ein genaues Protokoll aufzunehmen. Darin werden alle erkennbaren Mängel dokumentiert und vereinbart, wie und bis wann sie behoben werden müssen.

In Hinblick auf kommende Baumängel ist es immer ratsam, die Bauarbeiten/ Fortschritt fotografisch zu dokumentieren und ein Bautagebuch zu führen.

Tritt der Mangel innerhalb der ersten sechs Monate ab Übergabe auf, gilt nämlich die Vermutung, dass der Mangel bereits bei der Übergabe versteckt vorhanden war.

TIP:

Wird ein Schaden an einem Bauteil von einem Sachverständigen als solcher anerkannt, können Sie als Bauherr die Kosten für die Mängelbehebung auch beim verursachenden Unternehmen einklagen.

Voraussetzung dafür ist, dass:

  • die Mängel schon bei der Übergabe des Bauwerks (zumindest in der Anlage) vorlagen. Dies wird bei Mängeln, die innerhalb der ersten sechs Monate nach Übergabe auftreten, gesetzlich vermutet.
  • die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist (3 Jahre bei unbeweglichen, 2 Jahre bei beweglichen Sachen; die Frist beginnt jeweils ab Übergabe zu laufen).

Was ist ein Baumangel bzw. ein Bauschaden?

Laut Verwaltunsgericht sind Baumängel “unzureichende Zustände technischer Natur und nicht bewilligungswürdige Bauführungen”. Ein Mangel liegt immer dann vor, wenn die vertraglich vereinbarten oder gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften der Sache beziehungsweise der Leistung nicht erfüllt sind. Oftmals führen Baumängel oder Bauschäden zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Ansprüche bei versteckten Mängeln

Als versteckte Mängel bezeichnet man  Mängel, die innerhalb von 6 Monaten ab der Übernahme auftreten. Versteckte Mängel sind meist undichte Stellen oder defekte Bauteile, die oftmals erst zu einem späteren Zeitpunkt einen Schaden anrichten.

Bei einem versteckten Mangel geht man davon aus, dass er bereits von Anfang an vorhanden war. Bei versteckten Mängeln haben Bauherrn bzw. Käufer 30 Jahre Zeit, Gewährleistungsansprüche geltend zu machen. Sind die Baumängel erst nach 6 Monaten erkennbar, muss der Käufer beweisen, dass die Mängel bereits bei der Übernahme vorhanden waren.

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